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Bremen, den 14. April 2010


Stärkster Einbruch der Transportmärkte seit sechzig Jahren

Spediteure halten dennoch ihre Fachkräfte

Der Einbruch des Welthandels, der zwischen April 2008 und Mai 2009 20,4 Prozent betrug, hinterließ auch deutliche Spuren in den Bilanzen der Bremer Speditions- und Logistikunternehmen. „Dennoch sind unsere Mitgliedsfirmen bisher relativ glimpflich davon gekommen“ erläuterte der Vorsitzende des Vereins Bremer Spediteure, Thomas W. Herwig, anlässlich des jährlichen Pressegesprächs im Schütting. Die Bremer Speditionsfirmen hätten mit einer Vielzahl von Maßnahmen versucht, die massenhafte Entlassung von Personal zu vermeiden. Dazu gehörten die Reduzierung von Zeitarbeit, Kurzarbeit, Einstellungs- und Lohnstops, Streichung von Sondervergütungen sowie freiwilliger Lohn- und Gehaltsverzicht.
Die größte Rezession seit Ende des Zweiten Weltkriegs hat im Jahr 2009 einen erheblichen Rückgang der Transportmengen verursacht und die mehr als zehn Jahre anhaltende Wachstumsphase der Logistikbranche vorerst beendet. Seefracht, Luftfracht und Landtransport litten im vergangenen Jahr gleichermaßen unter Mengen- und Margendruck.
Die Containerschifffahrt erlebte einen Einbruch der Transportmengen von 17,4% auf der Nordatlantik-Route und 13% im Verkehr zwischen Asien und Europa. Darüber hinaus führten Überkapazitäten zu einem dramatischen Ratenverfall, der erst im vierten Quartal durch künstliche Verknappung der Kapazitäten gestoppt werden konnte.
Die weltweite Nachfrage in der Luftfracht ging im Jahr 2009 um 17 Prozent zurück und lag mit 125 Mrd. transportierten Tonnenkilometern auf dem Niveau des Jahres 2003. Im November 2009 waren 15,1 Prozent der Großraumfrachter stillgelegt – zweieinhalbmal soviel, wie zu Beginn des Jahres.
„Beim Landtransport sorgten die dramatisch gefallenen Transportmengen zur Stilllegung von 80.000 LKW Einheiten in Deutschland und einer Zunahme der Insolvenzen um 29 Prozent“ führte der stellvertretende Vorsitzende Simon Reimer aus.
Für 2010 und 2011 sieht Reimer Licht am Horizont. „Die Mengen nehmen wieder zu und wir beobachten schon wieder Kapazitätsengpässe. Der deutsche Export kommt wieder in Schwung“. Optimismus, Zuversicht und Augenmaß habe die Bremer Spediteure immer ausgezeichnet.
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