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Bremen, den 14.04.2011
Viel zu tun für Bremer Spediteure
Aber Ertragslage muss noch verbessert werden
Die Weltwirtschaft zieht nach der Krise wieder kräftig an. Davon profitiert auch die deutsche Wirtschaft. Nach einem Rückgang von 4,7 Prozent in 2009 stieg das Bruttoinlandsprodukt um 3,6 Prozent im Jahr 2010 an. „Damit ist das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht.“ betonte der Vorsitzende des Vereins Bremer Spediteure, Simon Reimer, in einem Pressegespräch anlässlich der ordentlichen Mitgliederversammlung des Berufsverbandes. Aber der positive Trend setze sich auch in 2011 fort.
Laut Reimer bedienen die Spediteure und Logistiker eine „abgeleitete“ Nachfrage. Tatsächlich kann nur das transportiert werden, was vorher produziert und anschließend gehandelt wird. Die kräftige Erholung der Weltwirtschaft und die zunehmende weltweite Arbeitsteilung bescheren den Spediteuren viele Aufträge. Die Unternehmen sind wieder sehr gut ausgelastet.
Laut Reimer hinkt die Ertragslage der Speditionsunternehmen der guten Auslastung hinterher. Die Spediteure als „Architekten des Verkehrs“ könnten die gestiegenen Transportpreise und Frachtraten auf der Straße, im See- im Luftverkehr nicht schnell genug an die Kunden weiterreichen. Das drücke auf die Verdienstspanne. Die Bremer Spediteure seien aber optimistisch, mit zunehmender Auslastung der Kapazitäten auch die Preise wieder nach oben bringen zu können.
Reimer stellt heraus, dass die Spediteure in Bremen ihr Personal auch in der Krise weitgehend gehalten haben. Das zahle sich nun aus, denn das erfahrene Personal werde bei der wieder sehr guten Auftragslage dringend benötigt.
Die Bremer Spediteure bilden regelmäßig über 200 Speditionskaufleute pro Jahr aus. Im Jahre 2008 waren es sogar über 250. Die Ausbildungsquote, gemessen an der Zahl der kaufmännischen Mitarbeiter, liegt deutlich über 15 Prozent.

Zukünftig sollen wieder vermehrt junge Leute mit Mittlerer Reife ausgebildet werden. Dazu wird zum Beginn des nächsten Schuljahres eine „Einjährige Höhere Handelsschule Logistik“ eingerichtet. Mit einem Vorvertrag für einen Ausbildungsplatz ausgestattet, werden junge Leute gezielt auf ihre Ausbildung in der Spedition oder Schifffahrt vorbereitet. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sieht Reimer auch für Schulabgänger mit Mittlerer Reife hervorragende Perspektiven im Logistikgewerbe.

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