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Bremen, den 16.04.2012
Bremer Spediteure für größere Akzeptanz des Verkehrs
und für Reduzierung verkehrsbedingter Beeinträchtigungen
Die bremischen Häfen haben im Jahre 2011 das beste Umschlagsergebnis aller Zeiten erzielt. 5,9 Millionen TEU konnten die Containerterminals in Bremerhaven umschlagen. Ein großer Teil der Export- und Importcontainer wird durch Bremer Spediteure disponiert. Das stellt der Verein Bremer Spediteure in einem Gespräch mit der Presse heraus.
Kritik üben die Spediteure an den Preisgebaren der Containerlinienreedereien. Der drastische Verfall der Seefrachtraten im vergangenen Jahr und die ebenso kräftigen Ratenanhebungen zu Beginn dieses Jahres erschweren es den Spediteuren, verlässliche Angebote gegenüber ihren Kunden abzugeben. Den Kunden sei auch nur schwer zu vermitteln, dass die Reedereien immer neue Zuschläge einführten, deren Bedeutung nicht immer nachvollziehbar sei.
Der stark verteuerte Diesel verhagelt die Ergebnisse der Spediteure, die im landgebundenen Verkehr keine Gleitklauseln mit ihren Kunden vereinbart haben. Immerhin legte der Preis für den Diesel im letzten Jahr um rund 10 Prozent zu und steigt weiter.
Besonderen Wert legen die Bremer Speditionsunternehmen auf gut ausgebildetes Personal. Der Vorsitzende des Vereins Bremer Spediteure, Simon Reimer betont: „Wir brauchen qualifizierte, gelernte Kaufleute für Spedition und Logistik; anders können wir den guten Service gegenüber unseren Kunden nicht aufrechterhalten.“ 256 neue Ausbildungsplätze konnten die Bremer Spediteure im vergangenen Herbst besetzen. Dies ist eine Steigerung um über 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Großes Unbehagen bereitet den Spediteuren in Bremen die Verkehrspolitik des Senats. Der Verein Bremer Spediteure fordert endlich eine verlässliche Perspektive zur Fertigstellung der A 281.
Die Weigerung Bremens, an dem Feldversuch für Lang-Lkw teilzunehmen oder zumindest den Transitverkehr über die eigenen Autobahnstrecken zu dulden, werde dem Anspruch eines herausragenden Hafen- und Logistikstandortes nicht gerecht.
Der in Planung befindliche Verkehrsentwicklungsplan Bremen 2020/2025 müsse den Wirtschaftsbereich angemessen berücksichtigen. „Ein Verkehrskonzept für Bremen, das auf Fahrräder setzt und den Wirtschaftsverkehr ausbremst, ist standortschädlich.“
Zugleich tritt der Verein Bremer Spediteure dafür ein, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um verkehrsbedingte Beeinträchtigungen auf ein Minimum zu reduzieren. Die breite Akzeptanz des Verkehrs sei für eine Wirtschaftsnation Voraussetzung, um dauerhaft erfolgreich sein zu können. „Wir alle sind Wirtschaft!“ sagt Reimer und drückt damit aus, dass das Wirtschaftsleben die Quelle sei für Arbeitsplätze, Wohlstand, Steuereinnahmen und soziale Gerechtigkeit.
Der Vorstand setzt sich derzeit wie folgt zusammen:
Simon Reimer (Vorsitzender)               BWG Reimer GmbH & Co. KG
Oliver Oestreich (stellv. Vorsitzender)  Lexzau, Scharbau GmbH & Co.KG
Uwe Bielang                                     Kühne + Nagel (AG & Co.) KG
Frank Dreeke                                    EKB Container Logistik
Eduard Dubbers-Albrecht                    Ipsen Logistics GmbH
Karl-Heinz Fajs                                 Schenker Deutschland AG
Thomas Manigk                                 Kopf & Lübben GmbH
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