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Bremen, den 4. Dezember 2009

Speditionsgewerbe gegen weitere Einschränkung des Stadtverkehrs
Mit Empörung hat der Verein Bremer Spediteure auf die Entscheidung der Deputation reagiert, den Straßenverkehr auf Hauptachsen des Bremer Straßenverkehrs weiter einzuschränken. Die Deputierten hatten beschlossen, auf der Kurfürstenallee und der Richard-Boljan-Allee drei Fußgängerampeln einzurichten und die Geschwindigkeit auf durchgehend Tempo 50 zu begrenzen. Auf der Bismarckstraße zwischen Dobbenweg und St.-Jürgen-Straße soll sogar Tempo 30 als Höchstgeschwindigkeit eingeführt werden.
Nach Ansicht des Berufsverbandes kann es sich Bremen nicht leisten, den innerstädtischen Verkehr immer weiter einzuschränken. Nach den Worten des Vorsitzenden Thomas W. Herwig war Bremen bisher ein herausragender Logistikstandort, von dem aus überregionale und interkontinentale Güterverkehre für Kunden aus Industrie und Handel organisiert wurden. Er fragt: „Welchen Eindruck müssen die Geschäftspartner Deutschland, Europa und in Übersee von einem Logistikstandort haben, der immer wieder den Verkehr als Feind des Menschen darstellt?“
Schon vor einigen Wochen hatten die Spediteure heftigen Anstoß an der ganztägigen Sperrung der Kattenturmer Heerstraße für den Güterverkehr genommen, die sowohl für den regionalen als auch für den überregionalen Warenverkehr und den ortsansässigen Betrieben mit großen Umwegen verbunden ist.
Für besonders pikant hält der Verein Bremer Spediteure die Tatsache, dass die Entscheidung der Deputation genau einen Tag nach der Entscheidung von Mercedes-Benz gefällt wurde, die Federführung und Produktion der C-Klasse auf Bremen zu konzentrieren. Dazu der Vorsitzende Herwig: „Bremen kann sich nicht auf der einen Seite als eine führende Stadt des Autobaus feiern und zugleich den Kraftfahrzeug verkehr auf seinen Straßen beschränken und verhindern. Das passt nicht zusammen!“
Der Verein Bremer Spediteure verlangt für eine Umkehr in der Verkehrspolitik, die nicht länger den Straßenverkehr als lästige Erscheinung, sondern als notwendige und erstrebenswerte Begleiterscheinung einer lebendigen Metropole begreift.
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